Polen & back to „Good old Germany? ~  Tag 20

Do. 31. Mai 2012

 

Schon um 7 Uhr 30 befanden wir uns gutgefrühstückt dann wieder auf der Piste und fanden nun im Hellen auch problemlos unsere Schnellstraße wieder, die uns nach Breslau führen sollte. In dieser Stadt wollten wir zumindest eine Stippvisite einlegen, zumal Hartmut damit alte Erinnerungen verknüpfte. Zeit blieb aber nur für einen mini Stadtrundgang, der auch hier zeigte, wie sehr die EM sich überall auswirkte. Ganze Straßenzüge wurden von Bauzäunen begleitet, hinter denen noch fleißig gewerkelt wurde, um alles möglichst in vollem Glanz zeigen zu können. Als wir am Rande des ebenfalls abgetrennten Marktplatzes saßen, um eine letzte einheimische Kleinigkeit zu mümmeln, meldete sich wieder unser fast täglicher Begleiter, der Regen und ließ uns darauf verzichten, noch ein paar Schritte zur und an der Oder entlang zu machen. Zumal eh die vereinbarte Parkzeit zu Ende ging, so dass wir uns mit dem Gedanken verabschiedeten, dass Breslau eine Extra-Reise wert sei. Ich bin gespannt, wann es passt, zumal ich ja eh mit dem Gedanken liebäugle, unserem Nachbarn mal etwas länger auf die Pelle zu rücken.
Von Breslau aus war Görlitz und sein Grenzübergang schon fast am Horizont erkennbar, verknüpft mit Erinnerungen, die mich zum Beginn meiner großen Reise im August 2007 zurückbrachten. Allerdings hatte ich damals die polnische Grenze über die Brücke der Freundschaft zu Fuß und nur für einen noch knapperen Moment überquert, als unser Breslau Besuch gedauert hatte.
Dann passierten wir noch Dresden und erreichten gegen 19 Uhr 30 Chemnitz, unseren Ausgangspunkt. Zwanzig Tage mit, in und um die Ente Dolly lagen damit hinter uns und würden langsam aber sicher zum Schnee von gestern. Auch wenn es trotz allem ein recht g'führiger Schnee war.

An irgendeinem Punkt übernahm Hartmut dann wieder das Steuer, so, wie er es auch am Anfang unserer Reise in der Hand hatte. Doch nun holte er niemanden ab, sondern lieferte uns auf Torstens Sunhill ab, wo ich noch eine letzte Nacht im gastlichen Hostel Torsten verbrachte, mit einem letzten CW Ritual, wenn auch dieses Mal nur zu zweit.
Dann blieb mir nur noch übrig, mich am Folgetag, Freitag, dem 1. Juli, wieder in den Zug zu schwingen, der mich mit dem lange zuvor schon gebuchten Bahncard25 Ticket zurück in meinen stinknormalen Alltag nach Lüdinghausen bringen sollte. Was natürlich auch auf meine beiden Travelmates in der ehemaligen Karl-Marx-Stadt zutrifft.
*Grummel, grummel*

C'est la vie ~ das war dann das Finale einer wunderschönen Kurz-Reise zu dritt.